DER GITARRENSAITEN EXPERTE

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Inhaltsübersicht

Warum neue Gitarrensaiten kaufen?

Sind deine Gitarrensaiten angelaufen oder gar rostig? Lassen sie sich nicht mehr ordentlich stimmen? Klingen sie sehr dumpf? Dann solltest du sie definitiv deine Gitarrensaiten wechseln und neue Gitarrensaiten kaufen! 

Viele Gitarristen stecken Zig Tausende in Amps, Effekte und Gitarren-Hardware um dann am allerersten (und billigsten) Glied in der Signalkette zu sparen. Sei schlauer als sie!

 

Studien belegen, dass alte Saiten deutlich weniger Sustain (Tonlänge) als neue Saiten aufweisen. Zudem werden sie nach einiger Zeit zu regelrechten Keimschleudern und Ablagerungen können zu Schmerzen in deinen Fingern führen. Es wird schon vorher durch Roststellen und verhärteten Schmutz nicht nur der Klang beeinträchtigt, es können auch deine Bünde zerkratzt oder sogar gekerbt werden. Hochgradig Problematisch ist, dass alte Saiten deine Bundstäbchen beschädigen können, was dann deutlich teurer wird, als ab und zu neue Gitarrensaiten zu kaufen. 

 

Willst du Dein Instrument in einem guten Zustand erhalten, solltest du es also gar nicht so weit kommen lassen. Du kannst mit ein wenig Übung locker in 10 Minuten (z.B nebenbei beim Fernsehen) deine neuen Gitarrensaiten wechseln und tust deinen Ohren, deinen Händen und deiner Gitarre damit etwas Gutes! Wir helfen dir beim Gitarrensaiten kaufen mit vielen Infos, Tipps & Tricks!

 

Wie häufig Gitarrensaiten wechseln?

Saiten sind Verschleißware und müssen regelmäßig gewechselt werden. Wie oft ist von Spielhäufigkeit, Handschweiß, Technik, Klima etc. abhängig.

Profis wechseln fast vor jedem Auftritt ihre Saiten, "Normalspieler" sollten bis zu 5x jährlich wechseln, damit der Sound schön bleibt. Schon kleinste Risse können das Klangbild der Gitarrensaiten verändern und Ablagerungen dein Spielgefühl ruinieren. Diese Schäden sieht man teilweise gar nicht. Wenn du es einmal getan hast, wirst du dich über den klanglichen und haptischen Unterschied freuen!

 

So halten Deine Gitarrensaiten länger:

  • Beim Saiten wechseln Griffbrett säubern und Bünde polieren

  • Beim Saiten aufziehen nicht mehr als 3 Wicklungen

  • Vor dem Gitarre spielen Hände waschen

  • Nach dem Gitarre spielen Saiten mit trockenem Tuch abwischen

  • Gitarre trocken lagern (Gigbag oder Gitarrenkoffer)

  • Beobachten ob Gitarre scharfe Kanten hat (evtl. reissen die Gitarrensaiten an dieser Stelle besonders häufig)

  • Bonus Tipp für mehr Stimmstabilität: Saiten nach dem Aufziehen ordentlich dehnen (siehe Video)

 

Die 4 häufigsten Fehler beim Gitarrensaiten aufziehen

Fehler Nr. 1: Du holst alle neuen Saiten gleichzeitig aus dem Päckchen

 

Du könntest den Drang verspüren, all diese glänzenden neuen Saiten sofort aus deiner Packung zu holen. Widerstehe diesem Drang. Einmal aus dem Paket heraus, kann es sehr schwierig sein, die Saiten voneinander zu Unterscheiden. Entferne die Saiten von daher nur einzeln aus der Packung.

Eine Ausnahme wären z.B Belfort Saiten. Jede Saite ist mit einer einzelnen Nummer versehen und kann deswegen einfach zugeordnet werden (abzulesen auf der Verpackung). 

Auch D'Addario E-Gitarrensaiten haben Ball-Ends mit einzigartigen Farben, die dir dabei helfen, die Saiten zu unterscheiden.

 

Fehler Nr. 2: Du dehnst frisch aufgezogene Gitarrensaiten nicht

 

Um schnelle Stimmstabilität zu erreichen, solltest du deine neuen Saiten unbedingt dehnen. Wenn du sie nicht dehnst, werden sich deine neuen Gitarrensaiten sofort nach dem Stimmen wieder verstimmen und es wird auch noch Stunden bis Tage dauern, bis der Ton sich hält. 

Der Grund dafür ist, dass sich die neuen Saiten erstmal an die neue Spannung gewöhnen müssen. Diesen Prozess kannst du mittels Dehnen beschleunigen. Sei aber besonders bei den hohen Saiten etwas vorsichtiger.

So geht’s: Ziehe die Saite auf Höhe des 12. Bundes (Mitte der Saite) ein paar cm nach oben -> Stimme die Saite -> dehne erneut -> Stimme nach -> Wiederhole dies bis der Ton sich hält. Schaue dir dafür auch gerne das nachfolgende Video an. Dort wird es dir ab Minute 09:00 erklärt.

 

Fehler Nr. 3: Du entfernst alle Saiten auf einmal

 

Was in vielen Youtube Videos und Anleitungen im Internet nicht erwähnt wird: Wenn du deine Saiten wechselst, solltest du niemals alle Saiten gleichzeitig entfernen. Dies kann nämlich dazu führen, dass sich durch den plötzlichen Spannungsverlust, dein Gitarrenhals verstellt, was zu kostspieligen Reparaturen führen kann.

Entferne also erstmal maximal zwei Saiten und ersetze sie durch neue Gitarrensaiten.

Fehler Nr. 4: Du benutzt keine Saitenkurbel

Jeder Gitarrist wird dir bestätigen, dass eine gerissene Saite eine Jam Session oder Konzert zum Stillstand bringen kann. Oder du hast dich entschlossen, endlich neue Saiten aufzuziehen. Es dauert insgesamt recht lang, die Saiten deiner Gitarre zu wechseln. Glücklicherweise kannst du mit einer Saitenkurbel schneller und effizienter deine neuen Gitarrensaiten aufziehen als mit dem Wickeln von Hand. Schaue dir einfach das folgende Video an um zu sehen, wie es geht.

 

Richtig Gitarrensaiten wechseln​ (Video)​

 
 

Wie wählst du die besten Saiten für deine Westerngitarre bzw. Klassische Gitarre ?

 

Die Saiten auf der Westerngitarre oder Konzertgitarre haben einen großen Einfluss auf den Klang und die Spielbarkeit. Es gibt eine Menge zu beachten und es gilt herauszufinden, welche Saiten die richtigen für dich und dein Instrument sind. Du findest im folgenden Ratgeber alle wichtigen Informationen, die du brauchst, um die passenden Gitarrensaiten für deine Bedürfnisse zu finden. Lese jetzt weiter für hilfreiche Tipps zur Wahl der richtigen Saiten für Western-oder Konzertgitarre. Du kannst auch zu unserem großen Saiten Test 2019 gehen und gelangst zu einer handverlesenen Auswahl unserer Testsieger.

 
Akustik-Gitarren-Saiten 

Da Akustikgitarren keine Tonabnehmer oder Verstärker haben, die dazu beitragen, den Klang der Gitarre zu verändern, haben die Saiten einen extrem großen Einfluss auf deinen Gesamtsound. So sollte Material und Stärke von Akustik-Gitarren-Saiten sorgfältig ausgewählt werden.

 

Klassische Gitarre vs. Westerngitarre

Bevor du neue Saiten kaufst, solltest du dir im klaren sein, welchen Gitarrentyp du hast. Häufig wird der Begriff Akustikgitarre verwendet. Dieser ist allerdings nicht aussagekräftig, weil beide der im Folgenden genannten Gitarrentypen Akustikgitarren sind.

Typ 1 ist die Klassische- bzw. Konzertgitarre (offene Kopfplatte, bespannt mit Nylon-Saiten) und Typ 2 ist die Westerngitarre (geschlossene Kopfplatte, bespannt mit Stahlsaiten).

Die Westerngitarre wird meistens mit Rock, Folk, Country und Blues in Verbindung gebracht. Die Konzertgitarre findet man häufig im Klassischen und Flamenco Bereich. 

In den meisten Fällen sind die jeweiligen Saiten nicht austauschbar. Werden z.B Stahlsaiten auf eine Gitarre aufgezogen, die für Nylon-Saiten gedacht ist, können ernsthafte Schäden entstehen. Sattel, Brücke und Hals der Klassischen und Konzert-Gitarre sind nicht für solche Saiten ausgelegt, da die Stahlsaiten eine deutlich höhere Spannung haben.

 

Klassische Gitarre (mit offener Kopfplatte)

Westerngitarre (mit geschlossener Kopfplatte)

Alles Über Saitenstärken 

Bevor wir in die spezifischen Eigenschaften der verschiedenen Arten von Western und Klassischen Gitarrensaiten eintauchen, geht es um die Frage der Saitenstärke. Saiten werden in einer Vielzahl von Dicken bzw. Stärken hergestellt. Diese werden in inch oder mm angegeben. Die dünnsten Saiten sind in der Regel .010 inch und die dicksten .059 inch stark. Saitenstärken haben einen großen Einfluss auf die Spielbarkeit und den Sound.  

 

Dünnere Saiten: 

  • Sind in der Regel einfacher zu spielen und besonders gut für Anfänger geeignet

  • Erleichtern das benden und das greifen der Saiten

  • Reissen tendenziell leichter 

  • Haben weniger Volumen und Sustain (Tonlänge)

  • Neigen dazu zu schnarren

  • Üben weniger Spannung auf den Gitarrenhals aus und sind eine sichere Wahl für Vintage-Gitarren 

 

Dickere Saiten: 

  • Sind in der Regel schwerer zu spielen und eher für erfahrene Spieler geeignet

  • Benötigen mehr Fingerdruck auf den Saiten und sind schwerer zu benden 

  • Sie erzeugen mehr Lautstärke und Sustain 

  • Üben mehr Spannung auf den Gitarrenhals aus

 

Bezeichnung der Saitenstärken für Westerngitarre 

Die meisten Hersteller Bezeichnen ihre Saitenstärken mit Begriffen wie "extra light“ oder „heavy“. Die genauen Saitenstärken können von Hersteller zu Hersteller leicht variieren. Hier sind typische Bezeichnungen für Gitarrensaiten-Sets: 

  • “extra light": .010 .014 .023 .030 .039 .047

  • "custom light": .011 .015 .023 .032 .042 .052

  • "light": .012 .016 .025 .032 .042 .054

  • "medium": .013 .017 .026 .035 .045 .056

  • "heavy": .014 .018 .027 .039 .049 .059

 

Welche Saitenstärke für deine Westerngitarre?

 

Berücksichtige bei der Entscheidung, welche Saitenstärke du verwenden möchtest folgende Faktoren:

Gitarrenbauform: Eine allgemeine Faustregel besagt, dass Gitarren mit kleinerem Körper mit leichteren Saiten und Instrumente mit größerem Körper mit dickeren Saiten bespannt werden sollten. Eine große Dreadnought oder Jumbo klingt im Allgemeinen besser mit mitteldicken Saiten, da diese ihren relativ großen Klangkörper besser ausnutzen. Kleinere Auditorium und Salon Gitarren klingen besser mit dünneren Saiten.

Spielstil: Fingerpicking ist mit dünneren Saiten viel einfacher zu spielen. Wenn du häufig mit hartem Strumming spielst, werden mitteldicke Saiten wahrscheinlich die bessere Wahl sein, auch wenn sie für Anfänger etwas herausfordernder sind. Wenn dein Spiel aus einer Mischung aus Strumming und Fingerpicking besteht, ist ein Light-Medium Saiten-Set eine gute Wahl. Diese Sets haben auf den unteren drei Saiten dickere Saiten und auf den oberen drei Saiten dünnere.

Gewünschter Klang: Wie du wahrscheinlich schon herausgefunden hast, betonen dickere Saiten die Bässe deiner Gitarre und erzeugen die tiefen und starken Töne, für welche Dreadnoughts geschätzt werden. Auf der anderen Seite, betonen dünnere Gitarrensaiten mehr die Höhen und können dazu geeignet sein, begleitende Picking und Strumming-Techniken zu spielen.

Alter und Zustand des Instruments: Vintage Gitarren sind oft empfindlich und die höhere Spannung von dickeren Saiten kann dazu führen, dass sich der Hals verbiegt und sich die Brücke vom Korpus löst. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Saitenstärke für deine Gitarre geeignet ist, wende dich an den Hersteller, oder sprich im Falle eines Vintage-Instruments mit einem erfahrenen Gitarrenbauer oder Geigenbauer. Für den Anfang ist es immer eine gute Wahl, Medium Saiten zu spielen, die eine gute Balance zwischen dicken und dünnen Saiten haben und die Allrounder unter den Saiten sind.

 

Die verschiedenen Materialien von Saiten für Westerngitarre

Hier sind die Klangeigenschaften der beliebtesten Saiten-Materialien:

  • Bronze Saiten: Haben einen klaren, klingelnden und hellen Ton, altern aber schnell aufgrund der Neigung von Bronze, zu oxidieren.

  • Phosphor-Bronze Saiten: Wärmer und dunkler als Bronze. Der Klang ist immer noch recht klar und Phosphor in der Legierung verlängert ihre Lebensdauer.

  • Aluminium Bronze Saiten: Ausgeprägter Bass und knackige Höhen mit größerer Klarheit als Phosphor-Bronze.

  • Brass Saiten: Haben einen hellen, metallischen Charakter.

  • Polymerbeschichtetete Saiten: Weniger Sustain und Helligkeit als gleichwertige unbeschichtete Saiten, mit guter Präsenz und Wärme; korrosionsbeständig. 

  • Silk & Steel Saiten: Diese Stahlkernsaiten haben Seiden-, Nylon- oder Kupferumwicklungen an den tieferen Saiten und erzeugen einen weicheres Spielgefühl und einen zarten Ton. Beliebt bei Folk-Gitarristen und Fingerstyle-Spielern.

 

Einige Saitenhersteller produzieren Phosphor-Bronze Saiten mit verschiedenen Legierungszusammensetzungen, die oft mit Namen wie 80/20 Bronze und 92/8 Bronze bezeichnet werden.

Andere Saitenvariationen umfassen polymerbeschichtete Saiten, die eine längere Lebensdauer versprechen (typischerweise zu Lasten der Höhen und des Sustains).

 

Nylon Saiten für Konzertgitarre

 

Eigenschaften von Nylon-Saiten

Die Klassische Gitarre / Konzergitarre mit Nylonsaiten wird normalerweise verwendet, um Klassische Musik, Flamenco, Bossa Nova und Volksmusik zu spielen. Ihr sanfterer, weicherer Ton und die exzellente Anschlagsdynamik wurden von verschiedensten Gitarristen, einschließlich Jazz- und Country-Spielern, gut genutzt - Willie Nelson ist ein Paradebeispiel dafür.

Viele Anfänger wählen die Klassische Gitarre in der Überzeugung, dass sie einfacher zu spielen ist. Aufgrund ihres weicheren Materials und der geringeren Spannung ist dies im Allgemeinen auch der Fall. Alle Anfänger erleben jedoch Schmerzen in ihren Fingerkuppen, unabhängig von der Gitarre, die sie wählen. Vorausgesetzt, es wird regelmäßig gespielt, sollten Anfänger aber nach einiger Zeit genug Hornhaut entwickeln, so dass Schmerzen kein Problem mehr sind. Eine Konzertgitarre sollte auf der Grundlage deines musikalischen Interesses ausgewählt werden und nicht wegen der anfänglichen Leichtigkeit des Spiels.

Da sich Nylonsaiten mehr als Stahlsaiten dehnen, erfordern sie ein häufigeres Stimmen, besonders nachdem Saiten neu aufgezogen wurden. Sie sind auch empfindlicher gegenüber atmosphärischen Veränderungen, die durch Feuchtigkeit und Temperatur verursacht werden.

 

Bezeichnungen der Saitenstärke für Klassische Gitarre 

Klassische Gitarrensaiten werden in Sätzen mit verschiedenen Stärken verkauft und entsprechend der Saitenstärke des jeweiligen Sets vermarktet. Leider gibt es keine einheitlichen Standards für diese Bezeichnungen. Von daher kann eine gewisses Experimentieren mit den verschiedenen Saiten-Marken notwendig sein, um herauszufinden, was für dich funktioniert. Hinzu kommt, dass bei einigen Sets die Stärke der Saiten gemischt und aufeinander abgestimmt werden, während nur eine einzige Stärkenbezeichnung auf der Verpackung angegeben wird. Hier sind die gebräuchlicheren Bezeichnungen und ihre Eigenschaften:

 

Low Tension (manchmal auch Moderate oder Light Tension genannt)

  • Leichteres Greifen, besonders bei Gitarren mit höherem Saitenabstand

  • Weniger Volumen

  • Weniger ausgeprägtes Ansprechen des Tones (Attack)

  • Am besten für weiche Legato-Techniken

  • Größere Neigung zum Schnarren auf den Bünden

Normal Tenison (manchmal auch Medium Tension genannt)

  • In der Regel wird eine Balance zwischen den Eigenschaften von Low- und High Tension-Saiten angestrebt

  • High Tension (manchmal auch Hard oder Strong Tension genannt)

  • Schwierigeres Greifen, besonders bei Gitarren mit hohem Saitenabstand

  • Mehr Volumen 

  • Mehr Attack

  • Am besten für hartes rhythmisches Spielen

  • Kann Probleme mit Hälsen und Brücken an empfindlichen Instrumenten verursachen.

 

Einige Saitenhersteller bieten auch Extra-Light und Extra-Hard Saiten sowie mittlere Sets mit Bezeichnungen wie Medium-Hard an. Eine empfohlene Methode, um die richtige Spannung für deinen Spielstil und deine Gitarre zu finden, besteht darin, zuerst deine bevorzugte Marken zu finden. Nachdem du dies herausgefunden hast, probiere einen Satz von jeder Spannung, die verfügbar ist, um herauszufinden, was am besten mit deinen Ohren und Fingern funktioniert.

Eine gute Möglichkeit um Schäden durch High-Tension Saiten zu vermeiden ist es, die Saiten nach dem Spielen tiefer zu stimmen und so Druck von der Gitarre zu nehmen.

 

Die Saitenstärke ist Kern vieler Debatten unter klassischen Gitarristen. Wie bei Saiteninstrumenten und Saitenmaterialien und Spieltechniken gibt es kein Patentrezept. Experimentieren ist der Schlüssel um zu herauszufinden, was am besten für dich funktioniert.

 

Nylonsaiten Materialien

Es sollte zunächst darauf hingewiesen werden, dass es etwas irreführend ist, sie als "Nylon"-Saiten zu bezeichnen. Wie unten erwähnt, gibt es mehrere verschiedene Materialien, die für etwas verwendet wird, was besser als klassische Gitarrensaiten bezeichnet werden kann. Du wirst nämlich merken, dass die Basssaiten anders aufgebaut sind als die Hohen Saiten.

Bis in die 1940er Jahre wurden klassische Gitarrensaiten aus dem Darm von Kühen oder Schafen hergestellt. Die Diskantsaiten (hohes e, h, g) wurden aus reinem Darm gefertigt, während die drei Basssaiten (D, A, tiefes E) einen Seidenfadenkern mit einer Darmhülle aufwiesen.

Die Diskantsaiten von modernen Klassischen- und Konzertgitarren sind meist mit einfachen Nylonsaiten bespannt. Die Basssaiten bestehen in der Regel aus Nylonkernen, die mit verschiedenen Metallen oder Nylonwindungen umwickelt sind.

 

Materialien und Klangeigenschaften der Diskant Saiten für Konzertgitarre

 

Clear Nylon: Die populärste Variante aus durchsichtigem Nylon-Monofilament gibt es in verschiedensten Stärken und ist bekannt für ihren Klangfülle und ihre Klarheit.

Rectified Nylon: Auch aus klarem Nylon gefertigt, werden sie präzisionsgeschliffen, um entlang der gesamten Länge der Saite einen gleichmäßigen Durchmesser zu erhalten. Sie haben einen milderen, runderen Ton als Clear Nylon.

Black Nylon: Hergestellt aus einer anderen Nylon-Zusammensetzung, erzeugen sie einen wärmeren, reineren Klang mit mehr Obertönen. Beliebt bei Folk-Gitarristen.

Titan: Heller als traditionelles Nylon mit glattem Gefühl und viel Durchsetzungskraft.

Composite: Hergestellt mit einem Multi-Filament-Composite, haben sie ausgeprägte Höhen. Sie sind beliebt als G-Saiten, und bieten einen fließenden Übergang zwischen Bässen und Diskantsaiten.

 

Materialien und Klangeigenschaften der Bass Saiten für Konzertgitarre

Klassische Gitarrensaiten haben Multifilament-Nylon-Kerne und sind mit einer Vielzahl von metallischen Materialien umwickelt. Die gebräuchlichsten Wickelmaterialien sind:

80/20 Bronze: Hergestellt aus 80% Kupfer und 20% Zink, werden sie manchmal als Messing bezeichnet. Diese Legierung hat eine ausgeprägte Brillanz und Durchsetzungskraft. Manche Hersteller nennen sie „Gold“ Saiten.

Versilbertes Kupfer: Die Versilberung bietet ein sehr weiches Spielgefühl, während das Kupfer einen warmen Ton erzeugt. Einige Hersteller bezeichnen sie als „Silver“ Saiten.

Roundwound-Saiten sind bei weitem die beliebteste und gängigste Aufwickelmethode bei klassischen Gitarrensaiten. Einige Hersteller polieren Roundwounds, um die Oberseite der Wicklung zu glätten, was zu einem glatteren Gefühl und weniger Fingergeräuschen führt.

Die meisten klassischen Gitarrensaiten haben gerade Enden und sind so konzipiert, dass sie an der Brücke verknotet werden können. Einige wenige Nylon-Saiten haben Ball-Ends, die von einigen Folk-Gitarristen bevorzugt werden. Solange keine Ball-Ends angegeben sind, kannst du davon ausgehen, dass diese klassische Saiten verknotet werden.

 
 
 
 

5 Gründe, warum Gitarrensaiten reißen und was man dagegen tun kann 

 

Warum reißen Saiten an der Gitarre? Wir waren alle schonmal an diesem Punkt.....

 

Du spielst tagelang gut auf deiner Gitarre - sogar Wochen - und dann hast du deinen großen Auftritt, es ist bald an der Zeit für dein Solo und deine Saite reißt. Was für ein Mist.

 

Die gute Nachricht ist, dass wir, indem wir ein wenig darüber lernen, warum Gitarrensaiten reißen, lernen können, wie wir es verhindern können. In den meisten Fällen kann das Problem diagnostiziert werden, indem man einen genauen Blick darauf wirft, wo die Saite reißt und ein paar kleine Anpassungen oder Verbesserungen an seinem Setup vornimmt, um sicherzustellen, dass es nicht immer wieder passiert.

 

Anmerkung: Für Gitarrensaitenhersteller gibt es nichts frustrierenderes als von jemanden zu hören, dass ihm gerade 5 hohe-E-Saiten direkt an der Brücke gerissen sind, und danach gefragt zu werden, was mit den Saiten nicht stimmt.... In den meisten Fällen reißen die Saiten, weil sie auf etwas Scharfes auf der Gitarre gestoßen sind - und das gilt besonders, wenn die Saiten ständig an der gleichen Stelle reißen.

 

 1. Gitarrensaiten reißen, weil die Brücke zu scharf ist.

 

Wie ich in der Anmerkung oben erwähnt habe - ist es so, dass  immer und immer wieder die selbe Saite reißt? Werfe einen Blick darauf, wo die Saite reißt. Wenn es immer ein paar Zentimeter vom Ball-End entfernt zu passieren scheint, könnte deine Bridge schuld sein.

 

Von allen Orten, an denen Gitarrensaiten reißen können, ist die Bridge zweifellos der häufigste Ort. Tune-o-matic-Bridges bergen besonders häufig Gefahrenpotential. Manchmal, besonders bei neuen Gitarren, sind die Sättel einfach zu scharf.

 

Wenn dies der Fall ist, führe eine kleine Feile oder ein wenig Schleifpapier zur Rille in der Brücke, wo die Saite liegt, und schaue, ob du sie ein wenig glätten kannst. Wenn du keine zur Hand hast, besteht eine andere Möglichkeit darin, eine gebrauchte Saite zu nehmen und sie ein wenig über den Steg zu reiben, um zu versuchen, alles etwas zu glätten - obwohl das zugegebenermaßen nicht ganz so gut funktioniert wie die Option mit Sandpapier/Feile.

2. Gitarrensaiten reißen durch raue Bundstäbchen.

 

Vielleicht ist es nicht die gleiche Saite, die immer reißt, aber passiert es immer an der gleichen Stelle? Wenn dieser Punkt irgendwo in der Nähe des Halses ist, kann eine raue Bundstäbchenkante für deine gerissenen Saiten verantwortlich sein.

 

Wenn deine Saiten auf halbem Weg zwischen Steg und Hals reißen, werfe einen genauen Blick auf deine Bundstäbchen und schaue, ob es irgendwelche scharfen Kanten gibt. Selbst wenn du nichts auf deinen Bünden sehen kannst, kannst du dir einfach mal notieren, wo deine Saiten reißen. Nimm einfach das Ende deiner frisch gerissenen Saite und strecke sie vom Steg aus, um zu sehen, wo der Bruch stattgefunden hat.

 

Genau wie oben, wenn deine Bünde so scheinen, als wären sie schuld, versuche sie mit ein wenig Schleifpapier oder einer Feile zu glätten. Da die meisten Gitarrenbundstäbchen aus Neusilber sind, sind sie weich genug, damit du die Arbeit ohne zu viel Kraftaufwand erledigen kannst.

3. Gitarrensaiten reißen, weil der Sattel schmutzig oder abgenutzt ist.

 

Wenn deine Saiten in des Sattels reißen, sollte das eine Warnung sein, dass oben etwas nicht stimmt. Normalerweise gibt es zwei Fälle, in denen ein Sattel zum Saitenreißen beitragen kann: Schmutzansammlung im Schlitz des Sattels oder ein Sattel, der von dickeren Saiten abgenutzt wurde.

 

Es ist immer eine gute Idee, den Sattel beim Saiten aufziehen zu reinigen, um Schmutz oder Verunreinigungen zu entfernen, die sich eingelagert haben könnten. Nut Sauce oder Gleitmittel können auch eine gute Option sein, die du während des Saitenwechsels verwenden kannst, und hat den zusätzlichen Vorteil, dass du deine Stimmstabilität verbessern kannst, da es nichts gibt, was deine Saiten im Sattel blockieren kann.

 

Wenn du vermutest, dass der Sattel dazu beiträgt, dass deine Gitarrensaiten reißen, könnte es auch eine gute Idee sein, ihn ein wenig zu feilen, um scharfe Kanten zu entfernen, die durch den Wechsel zwischen den Saitenstärken entstanden sind. Auch hier sind sehr feines Schleifpapier oder eine kleine Feile das beste Werkzeug.

4. Gitarrensaiten reißen durch scharfe Stimmpfosten.

 

Wenn deine Gitarrensaiten immer in der Nähe der Stimmpfosten reißen - du hast es dir gedacht - könnten deine Stimmpfosten schuld sein.

 

Manchmal kommen Gitarren aus dem Werk mit scharfen Kanten an den Stimmpfosten, die selbst bei einer brandneuen Gitarre zum reißen führen können. Das bedeutet nicht, dass scharfe Kanten nicht auch im Laufe der Zeit auftreten können.

 

Die beste Technik, die wir gefunden haben, ist, eine alte umsponnene Saite (vorzugsweise eine dicke) zu verwenden und sie durch das Saitenloch in einer kreisförmigen Bewegung gegen die Kanten zu bearbeiten, um alle störenden Shärfen zu glätten.

5. Gitarrensaiten reißen, weil du die falschen Saiten verwendest.

 

Gitarrensaiten sind so konstruiert, dass sie viel Spannung aushalten können. Deswegen ist in den meisten Fällen ein wiederholtes Saiten reißen auf ein mechanisches Problem mit der Gitarre selbst zurückzuführen. Aber wenn du Standardsaiten für ein alternatives Tuning verwendest und damit einige Saiten zwingst, höhere Spannungen zu halten, als wofür sie vorgesehen sind, könnte dies leicht zum reißen einer Saite führen.

 

Die beste Lösung ist, immer die richtigen Saiten für deine Bedürfnisse zu verwenden. Schaue in unseren Saiten-Test um gute und ausgewogene Gitarrensaiten zu finden.